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Der Künstlerkreis der Medailleure München
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Der "Künstlerkreis der Medailleure München" ist 1988 aus einer Initiative des Graphikers und Medailleurs Reinhart Heinsdorff und der Staatlichen Münzsammlung München, vertreten durch Hauptkonservatorin Ingrid S. Weber, entstanden. Hintergrund war, die Medaille auf ein neues Niveau künstlerischer Gestaltung zu heben. Die Münchner Künstler, die sich in dem neu gegründeten Kreis zusammenfanden - zumeist Bildhauer und in Münzwettbewerben erprobte Medailleure - schufen zunächst Prägemedaillen von hoher Qualität und individueller Gestaltung.

Die Wendezeit 1989 sowie die Wiedervereinigung 1990 brachten eine völlig neue Lage. In der Ausstellung "Aufbruch - Durchbruch" wurden 1990 durch die Initiative der Münzkabinette in Berlin und München erstmals Medaillenkünstler der DDR mit den westdeutschen zusammengeführt. Sie arbeiteten die Wiedervereinigung in Form zeitkritischer Medaillen auf. Hieraus entstand ein neuer Impuls: Von nun an wurden Jahr für Jahr thematisch gebundene Medaillen-Editionen erarbeitet. An die Stelle der geprägten trat die gegossene Medaille. Zwischen 1991 und 2005 entstand so eine Reihe von Editionen: Neubeginn, Wir - Porträtmedaillen, Fläche und Raum, Geflügelte Worte, Ordnung/Chaos, Europa, Weimar 1999, Mein München, Der Maler Lenbach aus Schrobenhausen und viele andere; dazu kam 1994 ein skulpturhaftes Gemeinschaftsprojekt: "Turmbau zu Babel".

Die Gruppe der Künstler besteht heute aus Horst Auer, Friedrich Brenner, Wolfgang van Elst, Erich Ott, Hubertus von Pilgrim, Barbara Ruppel, Sonja Seibold, Karl Vezerfi-Clemm, Angelika Wetzel (Stuttgart); der Initiator Reinhart Heinsdorff verstarb 2002. In der deutschen Medaillenszene hat kaum eine Gruppierung ein so klar umrissenes Profil bei ganz individuellen Ausprägungen. Schon die ersten Editionen loteten das Medium der Medaille in konzeptionellen Fragestellungen aus: von Fragen der Spannung zwischen Zwei- und Dreidimensionalität bis zur ordnenden Kraft des Medaillenformats für die inhaltliche Darstellung. Hier liegt der besondere Beitrag der Münchner zur Geschichte der Medaillenkunst im 20. Jahrhundert.

Zum 15-jährigen Bestehen des Künstlerkreises fand 2003/2004 eine umfassende Retrospektive statt (Dresden und Schrobenhausen). Sie verwies auch auf den beträchtlichen Anteil der Münchner Medailleure an der Gestaltung der Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland und zeigte durch eine Auswahl aus den Auftragsarbeiten, wie man sich heute des Mediums der Medaille bedienen kann.

Im Oktober 2003 erschien in der Reihe "Die Kunstmedaille in Deutschland" der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst als Band 18 unter dem Titel "Der Künstlerkreis der Medailleure München" ein Katalog mit einem umfassenden Oeuvre-Verzeichnis der Mitglieder des Künstlerkreises und Essays zur Münchner Medaillenkunst im 20. Jahrhundert.

 


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